Hilfe! Ich hänge an der Zigarette fest und will das nicht! Drei Anregungen frei zu werden. | Rauchen aufhören - jetzt!

Hilfe! Ich hänge an der Zigarette fest und will das nicht! Drei Anregungen frei zu werden.

By Thomas Karow | Allgemein

Jun 15

Kennst Du das? Du willst mit dem Rauchen aufhören. Du bist fest entschlossen. Aber dann nimmst Du Dich wahr, als wärst Du über eine unsichtbare Kette mit Deiner nächsten Zigarette verbunden.

Je mehr Zeit seit der letzten Zigarette vergeht, um so mehr spannen sich die Kettenglieder. Du wirst rappelig, spürst die Anspannung bis zum Schmerz. Du sehnst Dich nach diesem „megaguten“ Gefühl, das wenige Sekunden nach dem Zug an der Zigarette in Dir aufkommt. Du brauchst eine Pause, möchtest Stress loswerden, willst eine Belohnung und möchtest jetzt einfach das schöne Gefühl genießen …

Gleichzeitig möchtest Du aufhören mit dem Rauchen, weil Du einen wichtigen Grund hast:

    • Du bist es leid zu rauchen
    • Du hast Angst vor den gesundheitlichen Risiken
    • Du möchtest Dein Geld nicht mehr „verbrennen“
    • Du möchtest gesund leben (bessere Kondition, besser Luft bekommen)
    • Du fühlst dich als Raucher diskriminiert
    • Du bist es leid, süchtig und abhängig zu sein

Wie kannst Du diese Kette von der Zigarette losbekommen?

Hast Du es schon probiert?

Hast Du Deinem Körper Nikotin auf andere Weise zugeführt, als durch Rauchen? Kaugummi, Pflaster, E-Zigarette? Das hat eine Zeit lang funktioniert. Dann hat sich aber doch die alte Zigarette wieder eingeschlichen …

Du hast Dich hypnotisieren lassen? Dir wurde in ausschmückenden Bildern eingegeben, die „Kette sei gar nicht da“. Aber nach einigen Wochen verschwand die Suggestion – und die alte Zigarette war wieder da …

Auch Akupunktur kann die Kette leider nur für eine kurze Zeit verschwinden lassen. Das Verlangen ist nur für ein paar Tage aufgelöst …

Was kannst Du als Raucher tun, um diese Verbindung zur Zigarette zu durchtrennen?

1. Anregung: Du kannst Deine Motivation zum Aufhören überprüfen und – wenn sie nicht schon optimal ist – verbessern. Du kannst Dich fragen:

„Auf einer Skala von 1 bis 10, wie hoch ist meine Motivation im Moment?“ (1 ist sehr niedrig, 10 ist optimal)

Positive, von Dir selbst ausgehende Motivation (bessere Gesundheit, Kondition, Geld sparen) ist effektiv. Wenig bringt dagegen negative Motivation. Erst recht, wenn sie  von jemand anderem ausgeht (ärztliche Warnung, Beschwerden der Partnerin / des Partners, letztlich alle äußeren „Anschubser“).

Die Motivation steigt schon, wenn Du viele Vorteile für Dich sammelst, von denen Du als Nichtraucher profitieren wirst. Probier es aus und mach Deine Liste.

2. Anregung: Mach Dich bereit, neben dem Rauchen Aufhören viele weitere positive Veränderungen in Deinem Leben vorzunehmen: Du kannst anders einkaufen und Vorbereitungen treffen (schnibbeln), damit Du immer ein paar Stückchen Obst und Gemüse, zum Naschen bereit hast. Beschäftige Dich mit Dingen, die die Dich interessieren, für die Du Dir als Raucher nicht die Zeit genommen hast. Aktiviere wieder „Eingeschlafene“ Hobbys oder sportliche Betätigungen.

3. Anregung: Achte darauf, keinen Gedanken an Zigaretten mehr zu folgen. Schau Dir was anderes an, wenn Du Raucher siehst. Lenke Deine Aufmerksamkeit auf Menschen, Dinge oder Themen, die mit dem Thema Rauchen nichts zu tun haben.

Allein wenn Du diese Hinweise umsetzt, kannst Du merken, wie Deine Motivation mit dem Rauchen aufzuhören steigt. Auch Deine Zuversicht, es bald zu schaffen, wird wachsen und Du wirst selber diese Kette zu Deinem Suchtmittel erst schwächen und dann allmählich auch endgültig lösen.

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(2) comments

Andreas Andersch 26. Januar 2019

Sehr netter Beitrag, mir persönlich allerdings etwas zu undifferenziert. Ich denke, wenn man Menschen, die mit dem Rauchen aufhören wollen, unterstützen will, muss das mehrgleisig geschehen. Das Wichtigste hierbei ist die Empathie. Der beste Partner/oder auch Therapeut ist der erfolgreiche Ex-Raucher, der es geschafft, sich intensiv mit dem Rauchen auseinanderzusetzen und deshalb die richtigen Konsequenzen gezogen hat. Der Entzug vom Nikotin (und damit meine ich den kalten Entzug)ist kein einfacher Weg,aber das darf er auch nicht sein. Er ist ein Weg raus aus der Bequemlichkeit, der Falschheit und Lüge, hin zur Wahrheit und hin zu sich selbst. Und damit hin zu einem normalen Leben, in dem die Zigarette keinen Platz hat (sonst wären wir mit ihr geboren worden).
Der parallele Weg ist die Unterstützung durch die Ohrakupunktur. Hier werden keine Wunder versprochen, sondern fundiertes Wissen in Therapie umgewandelt. Beide Wege konsequent beschritten, gepaart mit der Ehrlichkeit des Abhängigen, diesen zugegebenermaßen schwierigen Weg gehen zu wollen, bietet gute Erfolgsaussichten.

Ganz liebe Grüße von Andreas

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    Thomas Karow 2. Februar 2019

    Hallo Herr Kollege, schön dass Ihnen mein Artikel gefällt. Ich stimme Ihnen vollständig zu: Ich finde es auch wichtig, den Herausforderungen beim Rauchen aufhören einfühlsam und verständnisvoll zu begegnen. Dass ich als Student seinerzeit selbst geraucht habe, erleichtert es mir, mich einzufühlen und die Herausforderung der Raucher zu verstehen. Diese eigenen Erfahrungen konnte ich nutzen, um später mein Kurssystem zu entwickeln. In diesem Blogartikel habe ich es genauer geschildert: Aktiv oder passiv Nichtraucher werden
    In diesem Artikel erkläre ich auch, weshalb aus meiner eigenen Erfahrung heraus passive Methoden wie die Ohrakupunktur zur Raucherentwöhnung – für dauerhaften Erfolg – ungeeignet sind. Ich bin selber in Ohrakupunktur ausgebildet, biete diese Methode aber aus besagtem Grund zur Raucherentwöhnung (wie auch zum Abnehmen) nicht an. Wer sich die Sucht und Gewohnheit kurzzeitig „wegzaubern“ läßt, hat nichts dazu gelernt. Deshalb ist die Rückfallquote nach spätestens einem Jahr sehr hoch, weil die Wirkung der Akupunktur, Hypnose oder was sonst an passiven Methoden angewandt wurde, schon lange vorbei ist und jetzt die Zigarette einfach fehlt. Bei Ohrakupunktur meiner Erfahrung nach schon nach Tagen, bei Hypnose nach 3 – 6 Monaten. Dann fängt das Leiden an (man hat ja schließlich so viel bezahlt!) oder es folgt der Rückfall. Das Ziel meines Kurses zur Raucherentwöhnung ist, dass das Rauchen für die Teilnehmer nach dem Kurs keine Rolle mehr spielt. Sie durchlaufen in zehn Wochen einen natürlichen Entwicklungsweg auf dem sie mehr zu sich selbst kommen. Sie können ihr Leben bunter und reicher gestalten. Und sie können schon während der Kurs noch läuft, ihr befreites Leben als erfüllt und bereichert viel mehr wertschätzen. Das ist aus meiner Sicht der beste Schutz vor einem Rückfall.

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